Der Sonderfall des Grundstückes

Wie viel ist mein Haus wert…? Die einfachste Antwort dazu, ist das Haus zu verkaufen!

Sie können sich auch entscheiden, das Haus nicht zur Zeit der Scheidung zu liquidieren. Diese Lösung ist allerdings nicht zu empfehlen, da sie offensichtlich erhebliche Schwierigkeiten verursachen kann (Wann und zu welchen Bedingungen wird das Haus später verkauft oder zugeteilt? Wer bezahlt während dieser Periode? Was geschieht falls das Haus von einem Gläubiger der vormaligen Ehegatten gepfändet wird? Usw...).

Falls Sie sich trotzdem entscheiden sollten, nach der Scheidung Miteigentümer des Hauses zu bleiben, so können wir Ihnen ohne Zusatzkosten einen Vertrag in diesem Sinne vorbereiten, indem Sie den zusätzlichen Fragebogen ausfüllen. Dieser spezifische Vertrag muss den Dokumenten, welche Sie dem Gericht für Ihre Scheidung senden, angehängt werden. Der Vertrag wird erst erstellt, wenn Sie die Zahlung von 550.- CHF ausgeführt haben, welche Ihnen ermöglicht, die Scheidungsdokumente für das Gericht herunterzuladen.

Der Verkehrswert eines überbauten Grundstückes darf in differenzierender Kombination von Real- und Ertragswert ermittelt werden. Die Bestimmung des Verkehrswertes anhand des gewichteten Mittels aus Real- und Ertragswert ist als Methode anerkannt und verbreitet. Die Gewichtung hängt von der Art des Bewertungsobjekts im konkreten Einzelfall ab. Der Verkehrswert von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern orientiert sich dabei auf dem Markt erfahrungsgemäss hauptsächlich am Realwert, der insoweit stärker gewichtet werden darf. Der Ertragswert kann dort wiederum in den Vordergrund rücken, wo der Eigentümer seine Liegenschaft voraussichtlich über längere Zeit nicht veräussern wird. (BGE 5A_591/2009 = FAMPRA 2010 167)

Ansonsten kann der Verkehrswert von einem guten Immobilienhändler bewertet werden, der den Markt und die Region gut kennt.

Oder nehmen Sie mit folgenden Ansprechpartnern Kontakt auf:

  • Schweizerische Schätzungsexperten-Kammer (SEK, siehe hier)
  • Das Informations- und Ausbildungszentrum für Immobilien (IAZI, siehe hier)
  • Ein Architekt (siehe hier und hier)

Wie berechnet man den jeweiligen Mehrwertanteil?

Ein Notar (siehe hier) kann Ihnen beim Überprüfen der Berechnung helfen oder diese selbst durchführen. Er wird sich ebenfalls um Anforderungen, Vertragsänderungen mit der Bank, usw. kümmern.

Einige Hauseigentümerverbände bieten, manchmal telefonische, Rechtsberatung an, wie zum Beispiel der Hauseigentümerverband HEV Schweiz (siehe hier).

Der jeweilige Anteil der Ehegatten wird wie folgt berechnet:

Netto-Verkaufspreis (oder Verkehrswert-Bewertung), das heisst nach Abzug der Grundstückgewinnsteuer, der Maklerlöhne und der allfälligen Handänderungskosten beim Verkauf bei der Teilung.

  • MINUS Kaufpreis (inklusive Handänderungssteuern, Notariats- und Eintragungsgebühren)
  • MINUS Grundpfandschulden oder andere Darlehen
  • MINUS allfällige zweite Säulen, die für den Erwerb benützt worden
  • GLEICH den Mehrwert der im Prinzip 50/50 zu verteilen ist.

Die zweiten Säulen, die eventuell beim Erwerb benutzt wurden, müssen dem betroffenen Gatten zukommen. Die Berechnung der Aufteilung der zweiten Säulen wird unabhängig davon durchgeführt (mehr dazu hier).

Das investierte Eigenkapital wird:

  • Von den betroffenen Gatten zurückgenommen, falls die Ehegatten dem Güterstand der Gütertrennung unterstellt sind oder falls das Kapital dem Eigengut zugehört (mehr dazu hier). In diesen Fällen wird im Prinzip das zurückgenommene Kapital durch den oben berechneten Mehrwert anteilig erhöht.
  • Als Errungenschaft qualifiziert und wird somit zu 50/50 verteilt.

Hier finden Sie ein neues und ausführliches Beispiel zum Thema: 5A_311/2007

Kürzlich hat das Bundesgericht entschieden, dass der Ehegatte, welcher den Erwerb des Hauses zu einem grösseren Teil finanziert hat als der andere Ehegatte, sich nicht zufrieden stellt mit der Rückerstattung des Kapitals, sondern ein Recht hat auf einen proportionalen Anteil des Mehrwertes, welcher sich gestützt auf die Differenz des investierten Kapitals der beiden Ehegatten berechnet.

Lassen Sie sich online scheiden

Lassen Sie sich ohne Anwalt und zu niedrigen Kosten scheiden.

Onlinescheidung.ch ermöglicht es Ihnen, Ihre Scheidungskonvention auf gemeinsames Begehren selbst zu erstellen; sowie Ihr Scheidungsbegehren, welches Sie dem Gericht zustellen müssen.

CHF 550.00

*inklusive MWSt.

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