Scheidung Lexikon Scheidung

Einleitung | Scheidung

Die Scheidung setzt der Ehe ein endgültiges Ende

Für die Scheidung eines heterosexuellen oder homosexuellen Paares („Ehe für alle“) gelten die gleichen Regeln und Grundsätze. Ein Sonderdossier ist der Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft gewidmet.

Sehen Sie hier die Unterschiede zwischen Scheidung und Trennung.

Für alles, was Kinder betrifft, siehe das Spezialdossier über sie.

Siehe auch die Dossiers Steuern, Familienwohnung, Auflösung der Gütergemeinschaft, BVG und Sozialhilfe.

Eine Scheidung kann jederzeit im gegenseitigen Einvernehmen erfolgen (die Ehegatten sind sich über den Grundsatz der Scheidung einig, aber nicht unbedingt über deren Folgen).

Die Seite ermöglicht es Ihnen, die notwendigen Dokumente für eine einvernehmliche Scheidung zu erstellen, sofern Sie sich auch über die Scheidungsfolgen einig sind.
Bei der Erstellung Ihrer Unterlagen können Sie jedoch die Entscheidung über die Höhe des Kindesunterhalts dem Gericht überlassen.

Wenn Sie sich in einem oder mehreren bestimmten Punkten nicht einigen können – und vor allem, wenn Kinder im Spiel sind -, zögern Sie nicht, einen Termin für eine persönliche Beratung zu vereinbaren oder einen Mediator / eine Mediatorin zu konsultieren, anstatt zu einem Anwalt zu eilen. Wenn Sie erwachsen genug sind, um die besten Lösungen im Interesse des Kindes (und nicht in Ihrem eigenen) zu finden, wird der Mediator / die Mediatorin Sie schnell und in wenigen Sitzungen dazu bringen, selbst eine akzeptable Lösung zu finden, ohne etwas aufzuzwingen. Ihre gemeinsame elterliche Verantwortung muss Sie und den anderen – wobei das Kind im Vordergrund steht – dazu bringen, praktische Lösungen zu finden, die die Kinder nicht traumatisieren. Bei einer strittigen Scheidung gibt es keine Gewinner, aber immer Verlierer: die Kinder, die schwer belastet und manchmal für ihr Leben traumatisiert sind.

Das beste Beispiel, dem man nicht folgen sollte, ist ein Fall, der im November 2020 vor dem Bundesgericht verhandelt wurde: Als die Eltern ihren Prozess begannen, war das Kind 5 Jahre alt. Als sie ihn schliesslich vor dem Bundesgericht beendeten, war das Kind 15 Jahre alt!!!!

In welchem Zustand befindet sich das Kind nach zehn Jahren erbitterter gerichtlicher Auseinandersetzung? Der Prozess endete mit dem Ergebnis, dass das Sorgerecht dem Vater zugesprochen wurde und die Mutter monatlich CHF 1’000.- Unterhalt für das Kind zahlen muss.

Eine einseitige Scheidung (ohne Einverständnis der anderen Partei mit der Scheidung) kann erst nach einer mindestens zweijährigen räumlichen Trennung eingereicht werden.

Das Verschulden (Verlassen der ehelichen Wohnung, Ehebruch etc.) hat bei einer Scheidung seit 10 Jahre keine Bedeutung mehr. Das Gericht befasst sich weder mit dem Grund für die Scheidung noch mit einem eventuellen Verschulden des einen oder anderen.
Die Folgen der Scheidung sind rein und ausschließlich wirtschaftlicher Art (Aufteilung der gemeinsamen Wohnung, Auflösung des Güterstandes, Ausgleich oder Nichtausgleich des während der Ehe angehäuften BVG-Vermögens, fällige oder nicht fällige finanzielle Beiträge (Alimente) des einen Ex-Ehegatten an den anderen.

Wenn gemeinsame Kinder vorhanden sind, ist es notwendig, zu entscheiden

  • Sorgerecht (die im Prinzip gemeinsam bleibt)
  • Obhut (an einen vergeben oder abwechselnd)
  • Besuchsrecht (wenn es keine wechselnde Obhut gibt)
  • finanzielle Beiträge (Alimente) für den Unterhalt des Kindes
Artikel aktualisiert am 22/09/2022