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Annuität oder Kapital?

Die Alimente werden grundsätzlich als Rente und nicht als Pauschalbetrag gezahlt. Die steuerlichen Konsequenzen dieser Wahl sind wichtig.

Nur wenn „besondere Umstände es rechtfertigen„, können die Alimente als Kapitalbetrag und nicht als Rente ausgezahlt werden (Art. 126 Abs. 2 ZGB).

Als besondere Umstände kommen insbesondere eine erhebliche räumliche Distanz, eine dauernde Gefahr des Verzugs bei der Zahlung des Unterhaltsbeitrags, nicht aber die blosse Tatsache, dass der unterhaltspflichtige Ehegatte über die finanziellen Mittel dazu verfügt, das Bestehen von Spannungen zwischen den ehemaligen Ehegatten oder die Gefahr des Vorversterbens eines von ihnen in Betracht (5A_726/2011 und 5A_727/2011).

Eine Alimentenzahlung nach Art. 125 CC wird auf der Grundlage des aktuellen Bedarfs des Berechtigten berechnet und enthält keinen Betrag, der dazu bestimmt ist, während der Ehe entstandene Lücken in der betrieblichen Altersversorgung zu schließen. Wenn also die Alimente vor Erreichen des Rentenalters endet UND keine Teilung des während der Ehe angesammelten Anwartschaften stattgefunden hat, kann der Begünstigte Anspruch auf einen Pauschalbetrag zur Deckung der BVG-lücken während der Ehe haben (5A_507/2011).